
Platoon *****
von Oliver Stone aus dem Jahr 1986 | Bewertungen
Darsteller
Handlung
Die Handlung beginnt im September 1967 nahe der kambodschanischen Grenze. Der Protagonist des Films, der Soldat Chris Taylor, meldet sich freiwillig zum Militäreinsatz in Vietnam. Schon bald stellt der naive Collegeabbrecher fest, dass sich das Soldatenleben anders gestaltet, als er es sich vorgestellt hat. Von Kameradschaft ist anfangs gar nichts zu spüren, stattdessen wird kräftig nach unten getreten.
Bereits bei seinem ersten Einsatz erfährt Taylor, dass ein Neuling in Vietnam nichts zählt. Die Wertigkeit der Person wird nach den verbleibenden Tagen berechnet. Ist man ein Neuling und hat noch seine 365 Tage vor sich, zählt man zum Kanonenfutter. Soldaten unter 100 Tagen zählen zu den alten Hasen und dürfen in der Schützenreihe... mehr
Die Handlung beginnt im September 1967 nahe der kambodschanischen Grenze. Der Protagonist des Films, der Soldat Chris Taylor, meldet sich freiwillig zum Militäreinsatz in Vietnam. Schon bald stellt der naive Collegeabbrecher fest, dass sich das Soldatenleben anders gestaltet, als er es sich vorgestellt hat. Von Kameradschaft ist anfangs gar nichts zu spüren, stattdessen wird kräftig nach unten getreten.
Bereits bei seinem ersten Einsatz erfährt Taylor, dass ein Neuling in Vietnam nichts zählt. Die Wertigkeit der Person wird nach den verbleibenden Tagen berechnet. Ist man ein Neuling und hat noch seine 365 Tage vor sich, zählt man zum Kanonenfutter. Soldaten unter 100 Tagen zählen zu den alten Hasen und dürfen in der Schützenreihe ganz hinten gehen.
Taylor befindet sich mit einer kleinen Gruppe im Dschungel, um als Vorposten einen Hinterhalt für den Vietcong vorzubereiten. Taylor übernimmt die Wache und soll dann von Junior abgelöst werden. Dieser schläft aber sofort wieder ein. So gelingt es den feindlichen Truppen, sich unbemerkt an den Platoon heranzuschleichen. Schließlich können die Angreifer abgewehrt werden. Zwei Soldaten sterben, darunter der zweite Neuankömmling. Taylor wird am Nacken durch einen Streifschuss verletzt. Er wird abtransportiert und ins Lazarett gebracht.
Nach seiner Rückkehr zu seinem Platoon bei der 25. US-Infanteriedivision wird er für Drecksarbeiten eingeteilt. Er freundet sich mit einigen seiner afroamerikanischen Kameraden an, die nicht begreifen können, warum Taylor sich freiwillig gemeldet hat. Taylor wird am Abend in den Bunker von Rah eingeladen. Dort werden verschiedene Drogen konsumiert. Taylor bekommt einen Zug von der Opiumpfeife. Er trifft auch auf Sergeant Elias, welcher schon drei Jahre in Vietnam dient und als erfahrener Veteran gilt. Nach seinem Einstand, einem Marihuana Shot von Elias durch den Lauf einer Pumpgun, wird Taylor in die Gruppe der Potheads aufgenommen. Diese Gruppe nimmt in der Freizeit Drogen, um die Schrecken des Krieges zu vergessen. Sie kämpfen, um zu überleben und unversehrt nach Hause zu kommen.
Parallel wird eine andere Gruppe um Sergeant Barnes in der großen Baracke gezeigt. Die Gruppe konsumiert keine illegalen Drogen, nur große Mengen Alkohol. Veteran Barnes greift im Krieg zu brutalen Mitteln, ebenso seine Gefolgsleute, die keinerlei Skrupel besitzen.
Bei einer der nächsten Patrouillen kommt es zu einem Vorfall, der die zwei Lager nur noch mehr spaltet. Eine Gruppe stößt auf eine Bunkeranlage, die von Sergeant Elias als Tunnelratte gesäubert wird. Bei der Durchsuchung des Lagers werden zwei Soldaten durch eine Sprengfalle getötet. Außerdem ist der Soldat Manney, der die linke Flanke decken sollte, unauffindbar. Elias und weitere vier Mann bleiben zurück, um die Tunnelanlagen zu erkunden. Barnes macht sich mit dem Rest des Platoons in ein nahe gelegenes Dorf auf.
Auf dem Weg in das Dorf finden sie Manney exekutiert vor. Im Dorf finden die Soldaten versteckte Personen, ein Waffenarsenal und große Mengen an Reis. Der Verdacht, das Dorf unterstütze den Vietcong, kommt auf, und bei einer Säuberungsaktion lassen die Soldaten ihren Unmut über Manneys Tod an der Zivilbevölkerung aus. Taylor holt einen behinderten jungen Mann und eine alte Frau aus ihrem Versteck. Da der junge Mann die ganze Zeit grinst, foltert Taylor ihn mit Schüssen unter seinen Fuß, und Bunny schlägt dem jungen Vietnamesen den Kopf ein. Taylor verhindert gerade noch eine Vergewaltigung eines jungen Mädchens durch seine Kameraden.
Gleichzeitig kommt es beim Verhör des Dorfhäuptlings zur Exekution seiner Frau durch Barnes. Als der Häuptling immer noch nicht reden will, bedroht Barnes die Tochter mit seiner Pistole. Dann kommt Elias mit seinen Männern und beendet den Vorgang. Es kommt zu einer Konfrontation zwischen Elias und Barnes: Der Lieutenant befiehlt, die Waffen zu vernichten und das Dorf einzuäschern. Die als Vietcong verdächtigten Personen sollen abgeführt werden, der Rest der Dorfbewohner wird evakuiert. Doch nun hat sich der Platoon in zwei Lager gespalten. Elias möchte, dass Barnes' Mordtat geahndet wird, doch aufgrund der angespannten militärischen Situation vertagt der Captain eine Entscheidung.
Die Soldaten bereiten einen Hinterhalt vor. Beim Angriff durch die Armee Nordvietnams setzt sich Elias mit Taylor und zwei anderen Soldaten an die linke Flanke ab, um dort das Eintreffen des 3. Platoons zu sichern. Elias postiert die drei Männer an einer taktisch wichtigen Stelle, er selbst legt seine Ausrüstung und Splitterweste ab um schneller hinter den feindlichen Linien operieren zu können. Taylor und seinen Kameraden gelingt es, ein Einfallen der Vietnamesen auf der linken Flanke zu verhindern. Elias tötet im Nahkampf mehrere Vietcong. Barnes gibt den Befehl zum Rückzug und gibt an, selbst nach Elias zu suchen. Als Barnes auf Elias trifft, versucht er, Elias zu töten; nur so glaubt Barnes, ein Gerichtsverfahren verhindern zu können. Als Taylor zurückkehrt, sagt Barnes im Glauben, Elias sei tot, dieser sei gefallen. Als die Bell UH-1 die Überlebenden aus der Kampfzone fliegen, sehen die Soldaten, dass Elias nicht tot, aber schwer verwundet ist und von vietnamesischen Soldaten verfolgt wird. Die Helikopter-Besatzungen beschießen zwar die Verfolger, aber die Hilfe kommt zu spät.
In der Basis spricht Taylor über die mutmaßliche Tat Barnes', aber niemand wagt es, Barnes mit der Vermutung zu konfrontieren. Nur Taylor attackiert den betrunkenen Barnes, der ihn jedoch überwältigt. Rah kann Barnes schließlich davon abhalten, Taylor zu töten.
In der Folgezeit wird ein Großangriff der Vietnamesischen Volksarmee erwartet. Um die Basis herum werden Vorposten ausgehoben. Kurz vor dem erwarteten Kampf wird noch ein Soldat, der nur noch wenige Tage zu dienen hat, ausgeflogen. Andere Soldaten betteln um das Ausfliegen, aber Barnes macht keine weiteren Ausnahmen.
In der Nacht kommt es dann zur Großoffensive; die weit auseinander gezogenen Stellungen der U.S. Army werden nahezu überrannt. Die Vietnamesen dringen in die Basis ein, ein Selbstmordattentäter sprengt einen der Offizierbunker in die Luft. Der letzte Ausweg des Colonel ist es, eine direkte Napalm-Attacke über seiner Stellung von der Air Force fliegen zu lassen. Währenddessen jedoch begegnet Taylor Barnes; dieser versucht ihn im Blutrausch zu erschlagen, als im Hintergrund die Napalmbomben niedergehen.
Am nächsten Morgen ist der Boden im Dschungel und in der Basis von unzähligen Leichnamen bedeckt. Taylor, der wie durch ein Wunder überlebt hat, steht auf und greift sich ein Gewehr. Er findet Barnes verwundet, aber lebend vor. Barnes befiehlt Taylor, einen Sanitäter zu holen; Taylor jedoch erschießt Barnes und rächt somit Elias' Tod.
Für Taylor ist der Krieg nun vorbei. Verwundet wird er in einen Hubschrauber verladen und ins Lazarett geflogen, begleitet von einem inneren Monolog: "Wir haben nicht gegen den Feind gekämpft, wir haben gegen uns selbst gekämpft, der Feind war in uns ..." weniger
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Krieg, Oscar Bester Film, Oscar Beste Regie, Golden Globe
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