Alex, welcher den ganzen Film erzählt, ist ein ausgesprochener Beethoven-Liebhaber und Anführer einer Jugendbande - den Droogs. Die Gang lebt im trostlosen Vorort eines verfremdeten Londons. Sie verständigen sich in einem von russischen Brocken und Cockney-Slang durchsetzten Jargon ("Nadsat"). Ihr Leben dreht sich um Gewalt an Wehrlosen, Schlägereien mit anderen Gangs, Vergewaltigungen und Raubüberfälle. Vor allem für Alex scheint Geld hierbei eine geringe Rolle zu spielen. Das Zelebrieren und lustvolle Genießen von Gewalt steht für den Anführer der Bande im Vordergrund. So misshandeln sie zu viert einen wehrlosen alten Stadtstreicher. In derselben Nacht dringen sie maskiert in die Villa eines Schriftstellers und seiner Frau ein; Alex... mehr
Alex, welcher den ganzen Film erzählt, ist ein ausgesprochener Beethoven-Liebhaber und Anführer einer Jugendbande - den Droogs. Die Gang lebt im trostlosen Vorort eines verfremdeten Londons. Sie verständigen sich in einem von russischen Brocken und Cockney-Slang durchsetzten Jargon ("Nadsat"). Ihr Leben dreht sich um Gewalt an Wehrlosen, Schlägereien mit anderen Gangs, Vergewaltigungen und Raubüberfälle. Vor allem für Alex scheint Geld hierbei eine geringe Rolle zu spielen. Das Zelebrieren und lustvolle Genießen von Gewalt steht für den Anführer der Bande im Vordergrund. So misshandeln sie zu viert einen wehrlosen alten Stadtstreicher. In derselben Nacht dringen sie maskiert in die Villa eines Schriftstellers und seiner Frau ein; Alex vergewaltigt die Frau und singt während des Einbruchs "I?m singin? in the rain", ihr Mann wird zum Krüppel geschlagen. Im Laufe der Zeit beginnt es in der Gruppe zu kriseln. Den anderen Mitgliedern ist die Art und Weise von Alex? Führungsstil zu autoritär. Bei einem ihrer Überfälle geschieht das längst Vorhersehbare: Bei dem Einbruch in das Haus einer alleinstehenden Frau, die Alex brutal erschlägt, wird Alex von seinen "Droogs" verraten und der anrückenden Polizei überlassen. Er wird als Mörder zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt.
Im Gefängnis schmeichelt er sich beim Gefängnispastor ein. Beim Besuch des Innenministers macht er auf sich aufmerksam und wird als Versuchsobjekt für die "Ludovico-Technik", einer Art Aversionstherapie, ausgewählt, welche von der Regierung als erfolgversprechender Versuch der Wissenschaft gefördert wird, die Resozialisierung von Kriminellen zu erreichen und so zur Entlastung der überfüllten Gefängnisse beizutragen. Alex wird deshalb in die medizinische Anstalt Ludovico überwiesen.
Am Ende der 14-tägigen Therapie wird Alex als geheilt entlassen. Die Auswirkungen der Therapie jedoch sind verheerend: Beim geringsten Gedanken an Gewalt oder sexuelle Handlungen wird sein Handlungs- und Urteilsvermögen durch die Auswirkungen der Therapie, nämlich Übelkeit, akuten Brechreiz und große Schmerzen, rigoros unterdrückt. Alex wird aufgrund dieser Reaktion zu einem wehr- und willenlosen Menschen. Als unbeabsichtigter Nebeneffekt treten diese Symptome auch beim Hören von Beethovens 9. Sinfonie auf, die während der Therapie im Hintergrund lief.
Nach seiner Entlassung muss Alex feststellen, dass sich seine Eltern von ihm abgewendet und sein Zimmer an den Untermieter Joe vermietet haben. Jetzt fällt die Gewalt, die er einst ausübte, auf ihn selbst zurück: An der Themse trifft er den alten Stadtstreicher, den er einst mit seiner Gang zusammengeschlagen hatte, und der nun seine Wut mit anderen Obdachlosen an ihm auslässt. Nur scheinbar gerettet wird Alex von zwei Polizisten, die sich als seine alten "Droogs" entpuppen und mittlerweile Polizisten sind. Sie rächen sich ebenfalls an ihm, indem sie ihn in den Wald fahren, ihn dort exakt eine Minute lang in einer Viehtränke unter Wasser halten und brutal verprügeln. Verletzt schleppt sich Alex zu einer Villa ohne zu bemerken, dass es dieselbe ist, in der er den Überfall auf den Schriftsteller und seine Frau verübt hatte. Der Schriftsteller, der durch den Überfall zum Krüppel wurde und im Rollstuhl sitzt, pflegt ihn und hat zunächst vor, ihn für eine politische Wende zu nutzen. Als Alex im Bad das Lied Singin? in the rain singt, erkennt der Schriftsteller, dass es Alex war, der ihn und seine Frau, welche einige Monate später starb, überfallen hatte, und sinnt auf Rache. Da Alex ihm erzählt, was die 9. Sinfonie nach der Konditionierung bei ihm auslöst, sperren Freunde des Schriftstellers den betäubten Alex in ein Zimmer und spielen die 9. Sinfonie lautstark ab, was Alex dazu bringt, sich aus dem Fenster zu stürzen, um sich das Leben zu nehmen.
Alex wacht schwer verletzt im Krankenhaus auf. Im Wahlkampf bangt die Regierung wegen der bekannt gewordenen Nebeneffekte von Alex Konditionierung um ihre Wiederwahl. Alex, der sich an eine Gehirn-OP zu erinnern glaubt, wird von der Psychiaterin überzeugt, dass es nur ein Traum gewesen sei. Er ist wieder in der Lage Beethoven zu hören, ohne zu leiden. Die Regierung nutzt dies, um vor laufenden Kameras mit seiner "Heilung" auf Stimmenfang zu gehen. Am Schluss sieht man - offenbar als Vision des von der Musik berauschten Alex - eine Vergewaltigungsszene vor applaudierenden Zuschauern im Schnee. Der Film endet mit Alex Worten "Ich war geheilt, all right". weniger
Robert schrieb am 13.11.2010 um 18:37 Uhr
»einfach nur crazy!